Schule: Niedersachsen schafft schriftliches Dividieren ab

Schule: Niedersachsen schafft schriftliches Dividieren ab

Niedersachsen hat das schriftliche Dividieren aus dem Grundschullehrplan genommen. Die Rechenmethode sei zu komplex für die Kinder. Jetzt hat der deutsche Lehrerverband diese absurde Maßnahme scharf kritisiert.

Die Kritik stellt dabei die Maßnahme der niedersächsischen Kultusministerkonferenz in Frage. Mathematik basiere gerade darauf, verschiedene Wege zu erlernen, um ein Problem zu lösen. Diese Fähigkeit sei notwendig, um die deutlich komplexeren Aufgaben der Oberstufe lösen zu können. Wenn in der Unterstufe diese Fähigkeiten nicht ausgebildet werden, dann werden die Kinder eher Probleme haben, in den höheren Klassen mitzuhalten.

Die Maßnahme schlägt völlig fehl, weil sie gerade das fördert, was sie eigentlich bekämpfen soll. Die Kinder sind heutzutage offensichtlich schlechter darin, Probleme zu lösen, kritisch zu denken und mit Zahlen und Rechnungen umzugehen. Wenn man jetzt weniger beibringt und besonders die komplexen Methoden weglässt, gibt es ja keine Möglichkeit, die fehlenden Fähigkeiten zu erlernen.

Man würde auch nicht fordern, dass das Lesen- und Schreibenlernen aus dem Lehrplan gestrichen werden muss, weil die Erstklässler es nicht beherrschen und es für ihren Wissensstand zu komplex wäre. Das ist sicherlich ein ziemlich überspitztes Beispiel, folgt aber genau der Logik der Kultusministerkonferenz.

Diese Entscheidung in Niedersachsen deckt aber die immensen Defizite auf, die bei den heutigen Schülern vorherrschen. Solche Maßnahmen streuen dann natürlich noch Salz in die Wunde und untergraben langfristig die Bildung unserer Kinder.

Diese Entwicklung ist Teil der allgemeinen Verwahrlosung der Kindheit in Deutschland. Es ist ein wesentlicher Aspekt, der unser Zusammenleben in Frage stellt. Es kann nicht sein, dass in einem Land wie Deutschland solche Zustände herrschen. Dagegen muss etwas unternommen werden!

Deshalb haben wir, die Aktion Kinder in Gefahr, eine Petition veröffentlicht, die einen Aktionsplan gegen die Verwahrlosung der Kindheit fordert. Es ist inakzeptabel, dass unsere Kinder nicht normal aufwachsen können. Ihnen fehlen in vielen Fällen entscheidende Fähigkeiten oder sie leiden sogar an psychischen Störungen. Das Problem lässt keinen Aufschub zu, gerade weil es hier um die Schwächsten der Gesellschaft geht, die es verdienen, behütet aufzuwachsen.

Zur Petition: https://lp.aktionkinderingefahr.de/kig-verwahrlosung-kinder-stoppen

Wir fordern von der Politik ein umgehendes Handeln in Form eines Aktionsplans, der nächste Schritte zur Bekämpfung des Problems festsetzt. Damit könnten konkrete Schritte gemacht und gegebenenfalls Politiker zum Handeln angehalten werden.

Das Problem ist so weit verbreitet und betrifft die deutschen Familien unmittelbar. Der Aufschrei des deutschen Lehrerverbandes ist aber ein gutes Zeichen, das beweist, dass die Probleme wahrgenommen werden und es öffentliche Unterstützung für die Rettung der Kinder gibt.

Mit Ihrer Unterstützung können wir hier ansetzen und einen wichtigen Schritt in Richtung verbindlicher Maßnahmen gehen!

Zur Petition: https://lp.aktionkinderingefahr.de/kig-verwahrlosung-kinder-stoppen